Lavaströme

An diesem Pullover sind die Fließfelder mit den verkürzten Reihen nicht frei eingearbeitet, sondern unterliegen Regeln. Gabriele Kluge hat diese Strickart entwickelt und ihr Spielregeln gegeben. Die Fließfelder unterliegen einem genetischen Code. Sowohl die Breite und die Höhe des Feldes ist festgelegt, wie auch der Ablauf um wieviele Maschen sich jede verkürzte Reihe im Fließfeld verschiebt. Dadurch ergeben sich sehr spannende Abläufe innerhalb eines Strickstücks, denn die im Verlauf der Arbeit gesteckten Markierungsnadeln werden innerhalb der Spielregeln auch wieder abgearbeitet und dabei ergeben sich immer wieder neue Situationen. Jeder Code ergibt ein eigenes Gesamtbild.

Es ist wie: „Einen Krimi stricken“. Ich lege ungerne meine Strickarbeit zur Seite, wenn ich so etwas auf der Nadel habe. Die Ärmel arbeite ich gerne sehr einfach. Dadurch wird der Blick auf das Wesentliche gelenkt.

 

Fremde Pfade

Hier  ein Objekt, das sich aus einer Maschenprobe entwickelt hat. Es sind seitlich zwei unterschiedliche Streifen mit Fließfeldern am Kinderpulli. Die rechte Seite wird dem gerecht, was mein Enkel an Farben in sein Auswahlkörbchen gelegt hatte. Da es mir zu bunt war, ist die Idee entstanden, dass ich diese Farbenvielfalt nur in einem reduzierten Bereich einarbeite und auf der andere Seite ein Gegengewicht einplane. Links habe ich somit nur die Furchen mit Farbe versehen. So ist aus einer Maschenprobe ein Lieblingspulli entstanden.

Klein aber fein

Dieses Nadelkissen findet bei mir von all meinen gestrickten Kunstwerken die größte Aufmerksamkeit. Es ist erstens mein erstes Strickstück, das in der KlugeStrickArt mit verkürzten Reihen gearbeitet wurde. Zweitens ist es mein erstes Werk, in dem ich Garnmelierungen ausprobiert habe. Drittens brauche ich es täglich, denn es ist mein tägliches Werkzeug, um meine verkürzten Reihen mit Markierungsnadeln zu bestücken. Es ist mein sogenannter „Kleiner Liebling“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Nadelkissen war fertig, Material noch ausreichend da: also weiter. Hier steht meine Tasche auf dem Kopf.

Melodie in Rot

Eine Symphonie in Primzahlen

Als Musikpädagogin habe ich viel mit der Frage zu tun: Was hat der Komponist wohl gemeint, als er das schuf, was ich gerade spiele? Wie verändert sich der Musikgedanke zwischen Komponist und Musiker – oder zwischen Musiker und Zuhörer. Diesen Übergang stelle ich hier mit den zweierlei Blautönen dar. Die rote Melodie verdeutlicht starke, wichtige Elemente und die Leichtigkeit in Linie und Farbfeldern.
Es ist eine kleinere Decke (120x100cm) geworden, die ich mir gerne an kühlen Sommerabenden über die Beine lege.

SpiraLu

Im Vorderteil sind alle Spiralsegmente in die gleiche Drehrichtung mit Fließfeldern gearbeitet. Seitlich fließt die Farbe vom Bauch zum Rücken.

 

 

 

 

Dies ist nun eine Variante, in der ich am Rücken glatt gearbeitete Segmente gestrickt habe und die zu einem Drittel in der Furche eine sehr niedrige Biese hat. Sie wirkt unscheinbar, gibt dem ganzen aber Stabilität.

 

Die Farben des Sommers

Ich liebe es, Farben durch Einzelfäden selber zu mischen. Hier eine Arbeit, die bei dem Kurs „Freie Reisterassen“ bei Gabriele Kluge im Entstehen ist. Da ich nie weiß, wie sich die nächste Farbe optisch darstellt und auch nie weiß, welche Form nun mit meinem genetischen Code entsteht, ist es eine fast süchtig machende Beschäftigung.