Linientreu

Hier sind es Arbeiten, in denen der Fokus auf der Veränderung der Farbzusammensetzungen liegt. Grafische Module waren mein erster Schritt weg von langen Maschenreihen.
Horst Schulz hatte mich inspiriert und monatelang arbeitete ich Quadrate und Rechtecke mit unterschiedlichem Aufbau.
Einige Zeit experimentierte ich mit Streifentechnik. Es war wie ein Rausch, der mich ergriff und in mir den Weg zum freien Experimentieren mit Farben wie ein Samenkorn legte. Es war spannend geworden, Farben immer wieder neu anzuordnen. Als ich die Streifen dann aneinander gearbeitet hatte und die Farben sich in neuer Formation präsentierten, war ich ganz im Bann.
Irgendwann versuchte ich mit verkürzten Reihen etwas optische Abwechslung zu gestalten.

Liebe Grüße

Ein fester Block, der sich durch die ganze Fläche zieht. Horst Schulz hatte gerne mit solchen Ideen gearbeitet.

In dieser Technik sind vor allem Kinderpullis entstanden. Mit solchen Mustern lässt sich herrlich mit Farben spielen. Bunt und fröhlich soll es sein. Die Kiste mit Wollresten ist ein herrlicher Fundus, um sich zu bedienen.

Wilde Zeiten

Hier habe ich das obige Muster erweitert, also doppelte oder dreifache Segmente aneinander gearbeitet. Es wurde nichts genäht, sondern alles angestrickt. Der Arbeitsablauf im Musterblock geht von außen nach innen.

Diese Arbeit spiegelt wieder, wie voll gefüllt mein Leben war, als diese Jacke entstand. Mir selber erzählt sie auch, dass hier unter anderem die Reste von sechs Pullovern verarbeitet wurden.

Diese Jacke wurde meine Alltagsjacke, mein täglicher Begleiter zu Hause und im Garten.

Rätsel

Diese Arbeit begann als Experiment. Ich habe drei verschiedene Farbverlaufsgarne in der Sechsecktechnik gearbeitet und es war wie ein Sog, immer ein neues Sechseck zu stricken.

Dabei entstanden folgende Fragen:

Schmiegt sich eine Fläche aus Sechsecken um den Arm?

Kann ich sie so anordnen, dass es unten einen vernünftigen Abschluss gibt?

Wie komme ich zu einem Halsausschnitt?

 

 

 

 

Auf Streife

Ich brauchte viele Streifen. Für den Halsausschnitt wurden sie genau angepasst, die anderen sind länger. Dieser erste Pulli einer Serie war wie ein Abenteuer, eine neue Idee war in meinem Kopf, die unbedingt ausprobiert werden wollte.

Richtig, das Zusammennähen ist ein Gefutzel. Oft sind die Streifen in sich geteilt und dann wieder nicht. Das bedeutete, die Streifen mussten gut ineinander gearbeitet werden. Das hat es nicht leichter gemacht.

LandArt

Hier die einfache Version, bei der die Streifen nur sehr minimalistisch verändert wurden. Diese klare Struktur strahlt Ruhe aus und wäre für mich auch ein gutes Meditationsbild. Dieser Pullover ist aus sechsfädigem Sockengarn und entstand schon im Jahr 1998.

Blautopf

Da ich in Blaubeuren wohne und  immer wieder das tiefe Blau bewundere, das unser Quelltopf an manchen Tagen hervorbringt, wollte ich dies in Strickkunst verwandeln. Ein Strudel voller Maschen – als Spirale gefertigt. Mir gefällt dies in seiner schlichten, geraden Form. Es könnte auch mit Fließfeldern gearbeitet werden. Verkürzte Reihen hat es allemal. Hier genieße ich in der einfachen Form den Farbverlauf und während ich es stricke, denke ich über andere Spiralen nach. Das Arbeiten daran war so entspannend, dass genügend Hirnschmalz übrig war, um nebenher Neues zu planen und darüber zu brüten.

Eine sechsarmig linksdrehende Spirale, gestrickt ohne zu Wenden

Bei kleinen Strecken, oder wenn ich mehrer Fäden gleichzeitig in der Arbeit habe, verzichte ich auf das Wenden. Ich vermeide, dass ich ständig wieder entwirren muss. Es wird spezielle Kursangebote in dieser Technik geben.