Maschentango

Maschentango ist für mich eine freie Strickart mit verkürzten Reihen, die mich einfach fortträgt. Während die Reihen mehr werden, wachsen Ideen und spinnen sich Gedanken weiter.

Ich stricke verkürzte Reihen, habe jedoch keine Zeichnung, auf der ich mein Projekt in ein Raster gebracht habe. Manchmal ist es nur eine Strickprobe, die mich so gefangen nimmt und weiter trägt, dass ich immer weiter mache und im Fluss bin. Irgendwann bin ich von meinem Experiment überzeugt und es stellt sich dann die Frage: Was will ich daraus machen?

 

 

Als kleine Arbeit zwischendurch mache ich gerne Stulpen. Manche sind mit extra ausgesuchter oder neu erworbener Wolle und manche aus Resten, die der Wollekorb freigiebig spendiert. In freien verkürzten Reihen lasse ich der Fantasie freien Lauf. Anbei ein Modell, das ich nicht verschenkt habe:

Tauwetter

Hier eine Tunika aus Baumwolle mit sehr aneinander geschmiegten Fließfeldern, die wie Rinnsale bei der Schneeschmelze sich ihren Weg suchen. Durch die Längsrichtung ist es ein „Figurschmeichler“ geworden.

Innere Werte

Eigentlich wollte ich nur sehen, wie die Farben zueinander wirken und ob ich es richtig herausgetüftelt habe, wie ich um die Ecke stricke. Dann konnte ich nicht mehr aufhören. Feld um Feld, Farbe um Farbe arbeitete ich unermüdlich im Sog der Neugierde, wie es denn aussieht, wenn ich die nächste Farbe eingearbeitet habe.

Hier im Rückenteil ging es darum, zwei kleine separate Spiralen aneinander zu bekommen.

 

Im Vorderteil gibt es einzeln gestrickte Teile, die eingearbeitet wurden.

 

 

Gewusst wie

Hier habe ich meine ganz eigene Art entwickelt, wie ich mit freien Fließfeldern Socken gestalten kann und dennoch ein Bündchen habe, das die Socke hält und nicht rutschen lässt. Es gibt nur wenige besondere Menschen, denen ich solche Socken stricke.